robert Moser 2018

Seelengarten 23.3
Bei der Eröffnung der Messe v.l.n.r. Frau KommR LIM Maria Awender der Salzburger Floristen und LIM Helmut Moser. Das große Foto oben zeigt einen Rundumblick der Sonderschau in der Messehalle.

2018 03 23 0422 DxOInsgesamt haben 12 Steinmetzbetriebe mitgeholfen eine parkähnliche Messehalle zu bespielen. Es war das erste Projekt dieser Art in Salzburg und eine unkonventionelle Idee für Endkunden. Die Besucher realisierten am Anfang gar nicht, dass sie in einem modern gestalteten Friedhof spazieren gehen. Wir wollten den Besuchern einen Raum für persönliche Trauerrituale aufzeigen, der mit wenig Aufwand für Ihre Hinterbliebenen verbunden ist.


Auch der Innenhof des Messezentrums wurde mit schönen Gartenobjekten bestückt und hat die Besucher zum Flanieren bzw. Inspirieren eingeladen.2018 03 23 0430 DxO

Wir bedanken uns herzlich für die grandiose Zusammenarbeit und Unterstützung der Landesinnung Salzburg bei Stein Baumgartner GmbH, Raimund Fuchs, Ernestine Lehrer, Gregor Klappacher, Marmor Industrie Kiefer GmbH, Kienesberger Steinmetzmeister GmbH, Helmut Moser GmbH, Rauriser Natursteinzentrum GmbH, Schärdinger Granit GmbH, Rudolf Wienerroither, Berthold Ziller und Peter Ziller GmbH.

seelengarten garten salzburg 2018 1Einladung zur Präsentation der Sonderschau SEELENGARTEN auf der Messe GARTEN SALZBURG vom 23. – 25. März 2018

Eine Kooperation der Steinmetzmeister mit den Floristen im Messezentrum Salzburg

Unsere mobile Gesellschaft hat ihre Gewohnheiten verändert und unsere Bestattungskultur erfordert zukunftsorientierte Lösungen. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Individualität steht im Mittelpunkt.

Der Friedhof als kultureller Ort der Tradition hat hierbei eine zentrale Aufgabe. Er ist ein guter Ort, um Trauer individuell auszudrücken und gleichzeitig ein Ort der Kommunikation.

Wir wollen Ihnen einen Raum für persönliche Trauerrituale aufzeigen, der mit wenig Aufwand für Ihre Hinterbliebenen verbunden ist. So kann ein persönliches Erinnerungszeichen am Friedhof ein Ort der Begegnung werden.

https://www.garten-salzburg.at/de/besucher/sonderschauen/

STEINMETZMEISTER HANDWERK SALZBURG
LEHRLINGSCAMP 8. – 12. Jänner 2018
LEHRBAUHOF SALZBURG

10 begeisterte Steinmetzlehrlinge aus ganz Österreich besuchten vom 8.–12. Jänner das erste Lehrlingscamp dieser Art in Österreich. Ein Fortbildungskurs der sich einzig der handwerklichen Bearbeitung von Naturstein widmet. Unter der hervorragenden
Leitung von Frau Steinmetzmeister Melanie Seidl (Steinmetz Europameisterin 2012) und der tollen Organisation von Herrn Baumeister Johann Feldbacher wurde diese Woche sehr positiv und intensiv abgehalten.

Die 10 Jungsteinmetze bearbeiteten heimische Untersberger Marmor Quader nach entworfenen und gezeichneten Vorlagen. Die in den verschiedenen Lehrbetrieben erlernten handwerkliche Fertigkeiten der Lehrlinge vom ersten bis in das dritte Lehrjahr, sind individuell erweitert worden. Manchen Teilnehmer ist zu Beginn der Untersberger Marmor etwas zu hart erschienen, was jedoch im Laufe des Lehrganges durch die Arbeit mit Frau Seidl kein Thema mehr war. Wir alle waren sehr stolz auf die Leistung der Lehrlinge, denn zur Herstellung der Werkstücke wurden keine Maschinen verwendet. Die Erarbeitung erfolgte nur mit Schlägel und Eisen bzw. mit druckluftunterstützten Eisen (Hämmer und Stemmeisen). Sprengen, Spitzen, Beizen, Schlag aufziehen sind die ersten handwerklichen Tätigkeiten die zu tollen handwerklichen Werkstücken führten. In diesen wenigen Tagen erstellten die Lehrlingen Mauerkonsolen mit Profilen (Gehrungen und Totlauf) wie auch 5-8 eckige Werkstücke die innen hohl ausgearbeitet werden. Die Woche war leider zu kurz um manche Werkstücke auch wirklich fertigstellen zu können (diverse Oberflächenbearbeitungen, fein schleifen oder polieren).

Dennoch war dieser erste Steinmetz Handwerkslehrgang für alle Beteiligten eine hoch gelobte Veranstaltung, die gelungen ist. Das von der Salzburger Steinmetzinnung bzw. vom Verein Steinmetzhandwerk ins Leben gerufene Lehrlingscamp soll eine stetige Einrichtung hier in Salzburg werden. Es laufen bereits Vorbereitungen für einen 14-tägigen Kurs der auch Gesellen (neben den Lehrlingen) zugänglich sein soll. Um unser Handwerk für die Zukunft fit zu halten und weiter tolle internationaler Erfolge (3 Goldmedaillen) lukrieren zu können.

Als Abschluss war ein Besuch auf der Denkmalpflegemesse MONUMENTO Pflicht. Hier wurden auf der Messebühne viele Steinmetzmeister ausgezeichnet und geehrt.
Der Denkmalpflegepreis, der Lehrlingspreis und der Grabmalpreis wird alle zwei Jahre bei der Monumento vergeben.

Glück auf für unser Handwerk
Helmut Moser Steinmetzmeister

Besonderer Dank gilt:
WKO für die 75 %ige Rückvergütung der Kurskosten,
Lehrbauhof Salzburg BMSt. Johann Feldbacher,
Steinmetzmeisterin Melanie Seidl,
Firma WEHA Werkzeugsponsor und dem Steinzentrum Hallein.

Die Bundesinnung der österreichischen Steinmetze ehrte in Zusammenarbeit mit dem Steinzentrum Hallein die Gewinner des Grabmalpreises 2018. Die Preisverleihung für den 2017 ausgeschriebenen Wettbewerb fand vor großem Publikum auf der Salzburger Messe MONUMENTO 2018 statt.

Mit dem Grabmalpreis fördert die Bundesinnung das zeitgenössische Grabdenkmal mit individueller und persönlicher Gestaltung. Zugleich soll der Preis zur Auseinandersetzung mit der Gestaltung und Bedeutung moderner Friedhofsanlagen anregen. Im Wettbewerb setzen sich die Teilnehmer damit auseinander, wie Grabsteine als Erinnerungszeichen für Trauernde wieder an Wert gewinnen können. Beim Wettbewerb 2018 schrieb die Bundesinnung in Kooperation mit dem Steinzentrum Hallein drei Kategorien aus: In der Kategorie A konnten fertige Arbeiten eingereicht werden, die etwa bei Sonderschauen und Ausstellungen eine Vision davon vermitteln, wie ein Grabmal kundenunabhängig als skulpturales Objekt gestaltet sein könnte. Darunter fallen alle Objekte, die als Erinnerungszeichen bereits gefertigt, aber noch nicht verkauft sind. In der Kategorie B wurden Grabmale, aber auch Marterl oder andere Gedächtnissteine bewertet, die bereits auf Friedhöfen und anderen Gedenkorten errichtet wurden. Dabei stehen der Kommunikationsprozess mit dem Kunden im Vordergrund, die Bezugnahme auf den Verstorbenen und die Einbettung des Grabsteines in die architektonische Anlage. Kategorie C zeichnet Bewerbungen aus, die sich mit Friedhofsanlagen, deren Struktur und architektonischer Entwicklung befassen. Hier sollen Gestaltungsbeispiele von Teilbereichen eingereicht werden, wie etwa Urnenanlagen, denen ein besonderes Augenmerk gilt. Es können sowohl Konzepte in Form von maßstabsgetreuen Friedhofsmodellen als auch bereits umgesetzte Ideen zur Beurteilung vorgelegt werden.

Die Bundesinnung der österreichischen Steinmetze ehrte in Zusammenarbeit mit dem Steinzentrum Hallein die Gewinner des Denkmalpflegepreises 2018. Die Urkunden für die 2017 ausgeschriebenen Wettbewerbe wurden auf der Salzburger Messe Monumento 2018 an vier Steinmetz-Meisterbetriebe überreicht.

Der Denkmalpflegepreis der Bundesinnung würdigt herausragende handwerkliche Leistungen im Bereich der Restaurierung und Denkmalpflege. Teilnahmeberechtigt für den im zweijährlichen Rhythmus ausgeschriebenen Wettbewerb sind selbständige österreichische Steinmetzmeister. Insgesamt waren 11 Projekte eingereicht worden. Die Preisträger nahmen ihre Urkunden am 11. Januar 2018 im Rahmen der Denkmalpflegemesse MONUMENTO 2018 im Beisein der Jurymitglieder Mag. Astrid Huber-Reichl und Dr. Arnold Reinthaler in Empfang.

Die Jury aus Denkmalpflegern, Vertretern des Bundesdenkmalamtes sowie dem Steinmetzhandwerk bewertete die eingereichten Projekte aus und mit Naturstein anhand zahlreicher Kriterien: Neben der Sensibilität dem Material gegenüber werden ebenso die Materialauswahl, die Oberflächenbearbeitung und die angewandten historischen Handwerkstechniken beurteilt. Anteil bei der Bewertung haben ebenfalls das restauratorische Können, die einzelnen Bearbeitungsschritte und deren Dokumentation, der Umgang mit der Originalsubstanz und der harmonische Gesamteindruck.

Der „Mund der Wahrheit“ wurde für die Landesgartenschau in Kremsmünster angefertigt. Das Werkstück wurde explizit darauf ausgerichtet, dass nur Schlägel und Eisen sowie handgeführtes Werkzeug mit Druckluft zum Einsatz kamen. Um das Werk in den gleichen Dimensionen wie das Original zu erarbeiten, war es notwendig vor Ort (Rom) Maß zu nehmen. Mit einem Gewicht von ca. 1300Kg, einem Durchmesser von 176cm und einer Stärke von 22cm wurde der Bocca della Verità aus Untersberger Marmor gefertigt.

Bereits die Auswahl des Monoliths im Steinbruch Fürstenbrunn gestaltete sich schwierig, da ein Werkstück in diesen Größenmaßen nicht einfach zu finden ist.

Basierend auf den Originalabmessungen und Bildaufnahmen wurden Skizzen und Schablonen angefertigt. Dem Riss entlang sind die Gesichtszüge 1:1 übertragen worden.

Die tiefen Einarbeitungen der Skulptur, die markanten Augenhöhlen, die betonte Dimension und Tiefe der Nase und Nasenlöcher, sowie auch des offenen Mundes waren ein anstrengendes und herausforderndes Abenteuer.

Die Oberflächen sind frei nach Hieb belassen, fein überbürstet und geschliffen.

Der Salzburger Handwerkspreis:
http://www.handwerkspreis.at/index.php/135-anerkennungspreis-bocca-della-verita-helmut-moser-steinmetzmeister-gmbh-co-kg

LGS KatalogWandel Screen dunkel 1Der Wandel des christlichen Grabmals

ein Beitrag Österreichischer Steinmetze zur OÖ Landesgartenschau Kremsmünster vom 21. April bis 15. Oktober 2017

Wer bin ich?
Woher komme ich?
Wohin gehe ich?
Menschsein umfasst viele Dimensionen. Der Blick in die Geschichte lehrt uns, dass die Kunst immer wieder nach Bildern für dieses Menschsein sucht, aber nicht nur mit Blick auf den Menschen, sondern auch mit Blick auf eine größere Dimension, auf einen umfassenderen Kontext, auf eine Gottesfrage. Der Blick geht aber auch auf sich selber, auf ein Du und auf die Gemeinschaft, die uns umgibt.

Das Ringen um die Bilder in diesem Feld ist eine stete Aufgabe, wie das Leben selbst.
Eine besondere Herangehensweise kommt hier den Grabmälern zu, dort, wo früher von den letzten Dingen die Rede war oder die Menschen einer fröhlichen Auferstehung harren. Jeder Mensch hat seine Geschichte und das Grab als einzigartiger Ort ist in der Regel eingebettet in die Gemeinsamkeit eines Friedhofs. Grabdenkmäler erzählen mit ihren Grunddaten und Gestaltungen von individuellen
Lebenswegen und können als Rückversicherungen des Dagewesenseins oder Daseins gelesen werden.
Ich bin.
Ich komme.
Ich gehe.

Hubert Nitsch / kunstreferent und diözesankonservator der diözese linz

Hier können Sie den Katalog downloaden: pdfLGS_KatalogWandel_Screen_dunkel.pdf

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