Steinmetzmeister verstärken Öffentlichkeitsarbeit

Österreichs Steinmetzmeister leisten einen wichtigen Beitrag bei der Erhaltung von Kulturgut. Der Messestand der Bundesinnung auf der Denkmalpflege-Messe Monumento 2012 fand eine große Resonanz.

Wien, 20.01.2012. Der Steinmetz verarbeitet und gestaltet mit Naturstein, einem der ökologischsten Werkstoffe, die der Mensch kennt. Das Berufsbild ist vielfältig und umfasst den Innenausbau, die Garten- und Landschaftsgestaltung, die Restaurierung und Denkmalpflege sowie die individuelle Gestaltung von Grabmalen. Die Spitzenorganisation der Steinmetzbetriebe ist die Bundesinnung mit Sitz in Wien. Zu ihren vielfältigen Aufgaben zählt neben der Betreuung der Landesfachvertretungen die österreichweite Öffentlichkeitsarbeit.

Bislang wird der Steinmetz vor allem durch seine Tätigkeit rund um den Friedhof wahrgenommen. Die Bundesinnung will daher stärker als bisher darauf aufmerksam machen, welche gesellschaftliche Rolle der Steinmetz erfüllt: Durch seine handwerkliche Tradition im Umgang mit Naturstein, aber auch als Bewahrer von Kulturgut. Nur durch die unermüdliche Arbeit der Steinmetzen trotzen weltbekannte Wahrzeichen wie der Wiener Stephansdom dem Zahn der Zeit. Ebenso schützen Steinmetzen durch Restaurierungsarbeiten unzählige kleinere Denkmale vor der Vergessenheit.      

Gemeinsam auf der Monumento
Um in der Denkmalpflege aktiven Fachleuten eine Plattform zu bieten, fand 2012 erstmals die Messe Monumento in Salzburg statt. Die hochkarätig besetzte Messe startete vom Fleck weg erfolgreich. Neben nationalen und internationalen Steinmetz-Meisterbetrieben, Steinrestauratoren, Bundesdenkmalämtern und Institutionen aus Österreich und dem europäischen Ausland beteiligte sich die Bundesinnung der Steinmetze mit einem 100 Quadratmeter großen Messestand. Dadurch sollte laut Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker allen interessierten Steinmetzen eine Anlaufstelle geboten werden, mit Denkmalpflegern in Kontakt zu treten. Das Standkonzept der Bundesinnung stellte den Steinmetzmeister als anerkannten und akzeptierten Partner bei Restaurierungsarbeiten an denkmalgeschützten Objekten in den Vordergrund.

Die hohe Politik zu Gast
Ein weiteres Ziel des Gemeinschaftsstands war, das Image des Steinmetzen gegenüber der Politik zu stärken. Obwohl der Steinmetz ein fester Bestandteil unserer Kultur ist, gibt es hier noch Nachholbedarf. Ecker setzt fest darauf, mit einem gemeinsamen Auftreten den Bekanntheitsgrad des Berufstandes zu fördern. Erfreulich war daher das Interesse zweier hochrangiger Politikerinnen. Die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied und Salzburgs Landeshauptfrau Dr. Gabi Burgstaller besuchten am 12. Jänner 2012 den Gemeinschaftsstand und informierten sich dabei auch über das Lehrangebot der Ausbildungsstätten wie der HTL Hallein und der HTL Krems, an denen Steinrestaurierung unterrichtet wird.

Die Messe als Bühne
Eine öffentlichkeitswirksame Maßnahme der Steinmetzen waren zwei Preisverleihungen während der Monumento. Die Bundesinnung hat 2011 erstmals einen Wettbewerb für Steinmetzmeister in der Denkmalpflege ausgeschrieben. Unter Anwesenheit von Vertretern des Bundesdenkmalamtes wurden die Preisträger auf der zentralen Bühne des Messezentrums ausgezeichnet. 20 Einreichungen bereits bei der Premiere beweisen die gute Resonanz des Wettbewerbs in der Natursteinbranche. Zum Sieger kürte die hochkarätig besetzte Jury aus Architekten und Denkmalpflegern Steinmetzmeister Gerhard Fraundorfer aus St. Martin im Mühlkreis für seine Arbeiten am Linzer Dom. Weitere Wettbewerbsprojekte widmeten sich der Restaurierung des Wiener Rathauses, aber auch weniger bekannten Baudenkmalen wie dem Anifer Schloss, Brunnenanlagen oder Hausportalen. Der nächste Wettbewerb für Projekte in der Denkmalpflege soll 2013 ausgeschrieben und auf der Monumento 2014 prämiert werden; damit folgt er dem zweijährigen Rhythmus der Denkmalpflegemesse.

Auszeichnung für persönliche Grab-Denk-Male
Unmittelbar im Anschluss des Denkmalpflege-Preises verlieh die Bundesinnung den Österreichischen Grabmalpreis 2011. Der bereits zum zweiten Mal durchgeführte Wettbewerb unterstreicht die Kreativität der österreichischen Steinmetzmeister. Wie die Erhaltung von baulichem Kulturgut ist auch die Bewahrung des Totengedenkens ein fester Bestandteil unserer Kultur, erläutert Ecker; der Steinmetzmeister leistet dabei täglich einen wesentlichen Beitrag.

Die Kräfte bündeln
Das Wirtschaftsjahr 2011 war für die Branche besser als prognostiziert; für 2012 hofft Ecker auf einen ähnlichen Verlauf. Angesichts der allgemein angespannten Wirtschaftslage plant der Bundesinnungsmeister, die Kooperation aller Verbände und Interessensvertretungen weiter voranzutreiben und die Kräfte vor allem in den Bereichen Nachwuchsförderung, Erwachsenenbildung und Marketing zu bündeln. In einem Land wie Österreich, in dem das  Handwerk und der Umgang mit Naturstein traditionell tief verwurzelt sind, können die Steinmetzen gemeinsam viel bewegen. Ecker sieht einen Schwerpunkt der Arbeit der Bundesinnung, allen österreichischen Steinmetzbetrieben Anlaufstelle für ihre Fragen zu sein und ihnen die Unterstützung zu geben, die Steinmetzmeister für ihre tägliche Arbeit von ihrer Interessensvertretung erwarten.



Über die Bundesinnung der Steinmetze
Die Bundesinnung der Steinmetze ist die Spitzenorganisation aller österreichischen Steinmetzmeister unter der Leitung von Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker aus Traiskirchen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Kommunikation nach innen und außen sowie die Unterstützung der rund 700 Mitgliedsbetriebe in den Kernbereichen Friedhofskultur, Bau und Innenausbau sowie der Denkmalpflege. Weitere Schwerpunkte sind die berufliche Weiterbildung, die Arbeitssicherheit und die Förderung von qualifizierten Nachwuchs-Fachkräften.


Kontakt
Bundesinnung der Steinmetze
Schaumburgergasse 20/6
A-1040 Wien
Fon (01) 505 69 60
Fax (01) 505 69 60-240
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http://wko.at/steinmetzmeister




Bildunterschriften


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Die Politik zu Gast: Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker (1.v.l.) und Salzburgs Landesinnungsmeister Helmut Moser (2.v.l.) begrüßen Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied und Salzburgs Landeshauptfrau Dr. Gabi Burgstaller am Gemeinschaftsstand der Steinmetzen.


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Selbst Hand anlegen: Salzburgs Landeshauptfrau Dr. Gabi Burgstaller zeigte bei Ihrem Besuch am Gemeinschaftsstand der Bundesinnung der Steinmetze auf der Denkmalpflegemesse Monumento 2012 keine Berührungsängste vor der Arbeit mit Stein.


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Die Gewinner des Wettbewerbs für Steinmetzmeister in der Denkmalpflege bei der Preisverleihung am 12.01.2012: Erich Reichl, Gerhard Fraundorfer, Michael Egger und Wolfgang Ecker mit Jurymitglied Norbert Kienesberger (l.) und Moderator Richard Watzke (r.).  

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Ein Messestand zum Anfassen: Der 100 Quadratmeter große Gemeinschaftsstand der Bundesinnung, der HTL Hallein und der HTL Krems war mit zahlreichen Exponaten ausgestattet. An der Stirnseite hatte die HTL Hallein zwei Arbeitsplätze eingerichtet.



Bildnachweis
Wilfried Hummel, Pfarrwerfen





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Mag. Richard Watzke
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