Steinmetzen schreiben Bildung groß

Vielfältige Vorträge, vier Preisverleihungen und ein Gemeinschaftsstand der Steinmetzen auf der Monumento – bei der 27. Bildungswoche der österreichischen Steinmetzmeister kamen mehr als 60 Teilnehmer voll auf ihre Kosten.

Hallein, 20.01.2012. Steter Wandel prägt den traditionellen Beruf des Steinmetzen. Um auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen reagieren zu können, treffen sich Österreichs Steinmetzmeister einmal jährlich Mitte Jänner zur mehrtägigen Weiterbildung. Als Tagungsort für 2012 hatte das Steinzentrum Hallein als Veranstalter das Hotel Gastagwirt vor den Toren Salzburgs gewählt.
Der Steinmetz verarbeitet und gestaltet mit Naturstein, einem der ökologischsten Werkstoffe, die der Mensch kennt. So vielfältig wie das Material selbst ist auch das Berufsbild der Steinmetzen. Der gehobene Innenausbau, die Garten- und Landschaftsgestaltung, die Restaurierung und Denkmalpflege sowie die individuelle Gestaltung von Grabmalen sind wichtige Standbeine. Entsprechend breit gefächert

sind jedes Jahr auch die Themen der Vorträge. Zu den Referenten zählen Architekten, Gutachter, aber auch Unternehmensberater und Marketingexperten. Auch für die Bildungswoche 2012 konnten die Veranstalter europaweit anerkannte Experten ihres Faches für die Vorträge gewinnen.



Stärker an die Öffentlichkeit gehen
Ein traditioneller Schwerpunkt der Bildungswoche ist das Marketing. Unternehmensberater Thomas Reischauer stellte sein mit der Landesinnung Oberösterreich erarbeitetes Marketingkonzept vor. In der anschließenden Diskussion erörterte Reischauer, wie die Öffentlichkeitsarbeit der Innung auf eine österreichweite Basis gestellt werden kann, indem alle Organisationen und Verbände österreichweit enger zusammenarbeiten. Besonders bei der Lehrlingswerbung waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Förderung des Berufsnachwuchses engagiert betrieben werden muss, um weiterhin ausreichend Fachkräfte für den Berufstand zu sichern. Ein weiterer Schwerpunkt des Konzeptes ist die Imagewerbung der Steinmetzen, die die Öffentlichkeit meist nur mit dem Friedhof verbindet. Hierzu ist vor allem auch ein Umdenken der Steinmetzen selbst nötig, um auf ihr umfangreiches Leistungsspektrum hinzuweisen.

Großes Interesse an vier Preisverleihungen
Als Highlight der diesjährigen Bildungswoche zeichnete die Bundesinnung der Steinmetzen die Preisträger von vier verschiedenen Wettbewerben aus, darunter der Preis für Küchengestaltungen und der Designpreis für Detaillösungen aus Naturstein. Den Gewinnern beim Preis für Steinmetzen in der Denkmalpflege sowie beim Grabmal-Gestaltungswettbewerb verlieh Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker die Urkunden auf der zentralen Messebühne der gleichzeitig stattfindenden Messe Monumento in Salzburg. Insgesamt beteiligten sich fast 90 Steinmetzen an den vier Wettbewerben. Dieses starke Engagement wertete Wolfgang Ecker als großen Erfolg. Das hohe Niveau der Einreichungen ist für den Bundesinnungsmeister ein Zeichen für das innovative Potenzial der österreichischen Steinmetzen. Erfreulich war auch das Interesse der Politik am Berufstand: Vor der Preisverleihung besuchten die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied und Salzburgs Landeshauptfrau Dr. Gabi Burgstaller den Gemeinschaftsstand der Bundesinnung auf der Monumento.

Teilnehmer sind sehr zufrieden
Neben den gut besuchten Vorträgen sorgten vor allem die publikumswirksamen Preisverleihungen für durchgehend gute Rückmeldungen. Wolfgang Ecker sieht darin eine Bestätigung, dass die Bildungswoche als Veranstaltung einen hohen Stellenwert bei den österreichischen Steinmetzen genießt und ihnen wertvolle Impulse für ihre tägliche Arbeit gibt. Für übernächstes Jahr ist die Kombination aus Bildungswoche und Präsenz auf der Monumento bereits beschlossene Sache.




Über das Steinzentrum Hallein
Das Steinzentrum Hallein ist das Kompetenzzentrum für alle österreichischen Steinmetzbetriebe. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Kommunikation nach innen und außen sowie die fachliche Weiterbildung. Neben der Ausbildung zum Steinmetzmeister bietet das Steinzentrum auch Seminare und Dienstleistungen in den Bereichen Bau, Grabmal und Restaurierung an.


Kontakt
Steinzentrum Hallein
Salzachtalstraße 24
5400 Hallein
Fon und Fax: (0 62 45) 8 12 74
Handy: (06 64) 5 45 09 14
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www.steinzentrum.org



Bildunterschriften


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Die Politik zu Gast: Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker freut sich über das Interesse von Salzburgs Landeshauptfrau Dr. Gabi Burgstaller am Gemeinschaftsstand der Bundesinnung auf der Monumento.

Bild: Wilfried Hummel, Pfarrwerfen


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Unternehmensberater Thomas Reischauer stellte die Marketingmaßnahmen der Landesinnung Oberösterreich vor.

Bild: Richard Watzke, Freilassing


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Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker mit den Gewinnern des Preises für Detaillösungen und des Küchen-Designpreises: Michael Egger, Bernhard Winkler, Manfred Breitwieser, Karl Danhel, Richard Ehrlich, Lukas Reich und Franz Reinisch (v.l.).

Bild: Richard Watzke, Freilassing


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Die Gewinner des Wettbewerbs für Steinmetzmeister in der Denkmalpflege bei der Preisverleihung am 12.01.2012: Erich Reichl, Gerhard Fraundorfer, Michael Egger und Wolfgang Ecker mit Jurymitglied Norbert Kienesberger (l.) und Moderator Richard Watzke (r.).  

Bild: Wilfried Hummel, Pfarrwerfen


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Die Gewinner des Grabmalgestaltungspreises: Bernhard Hasenöhrl aus Wals erreichte eine Anerkennung, Bernhard Baumgartner aus Vöcklabruck gewann den 1. Platz, der 2. Preis ging an  Erich Trummer aus Gnas. Redakteur Richard Watzke (l.) moderierte die Preisverleihungen, DI Norbert Kienesberger und Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker (r.) freuen sich über die Qualität der Einreichungen.

Bild: Wilfried Hummel, Pfarrwerfen



Autor
Redaktionsservice
Mag. Richard Watzke
Sägewerkstraße 3
D-83395 Freilassing
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www.richardwatzke.de

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