Die Innung als Chance nutzen

Die Bundesinnung der österreichischen Steinmetze ehrte Funktionäre des Bundesinnungsausschusses für ihre langjährige Tätigkeit. Engagierte Innungsarbeit soll die Interessen der Steinmetze auch in Zukunft wahren und fördern.

An einem Festabend auf der Festung Hohensalzburg würdigte Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker zahlreiche Funktionäre der Bundesinnung der österreichischen Stein¬metze für ihre engagierte Mitarbeit während der letzten 15 Jahre. In seiner Festrede zog Ecker ein Resumée über die Ergebnisse der Innungsarbeit der vergangenen fünf Jahre.

Ein einschneidendes Ereignis war der 2010 erfolgte Wechsel der Steinmetze ins sogenannte B-Modell. Dadurch hatte die Bundesinnung die Vertretung der Interessen sämtlicher Innungsmitglieder zentral auf Bundesebene übernommen. Auf Landesebene wurden in dem Zusammenhang Fachvertretungen als Ansprechpartner für interne Belange und Anfragen von außen eingerichtet. Für 2015 steht den Steinmetzen durch die von der Wirtschaftskammer Österreich initiierte Fusionierung der Bundesinnung der Steinmetze mit der Innung des Bauhilfsgewerbes erneut ein tiefgreifender Wandel bevor, erklärte der Bundesinnungsmeister.

Die Staatsmeisterschaft der Steinmetze fand vom Staatsmeister 2015 Jeremia Bruckbauer 800 px10. – 12. September 2014 in der Landesberufsschule Wals statt! Der Staatsmeister 2014 heißt JEREMIA BRUCKBAUER

Die Eröffnung der Staatsmeisterschaft 2014 übernahm BS-Dir. Gabriele Kindermann. Sie begrüßte die Teilnehmer und gratulierte ihnen zum Mut, sich untereinander zu messen. Die Aufregung und ihre Begeisterung sich diesem Wettbewerb zu stellen war den Jungsteinmetzen anzusehen.

Die Wettbewerbskriterien wurde den Regeln der internationalen Berufsweltmeisterschaft entnommen und wurden vom Experten Bernhard Hasenöhrl nach Modulen, zeitgerecht abgenommen. Im Modul 1 wurden laut Plan die Schablonen erstellt und zur späteren Bewertung abgezeichnet. Die Gravur bzw. das Ornament wurde am Werkstück in Modul 2 bearbeitet. Danach hatten die Kandidaten im Modul 3, 15 Stunden Zeit das Werkstück, eine Stufe einer Wendeltreppe, aus einem Block herauszuarbeiten.

Lange Nacht 2014Die Bundesinnung der Österreichischen Steinmetze präsentiert die Lange Nacht der Steinmetze am 12. Juni 2014

Hallein, 12. Mai 2014, um unser Handwerk der Öffentlichkeit zu präsentieren wurde die LANGE NACHT DER STEINMETZE am 12. Juni 2014 ins Leben gerufen. Der Steinmetz bringt Ihnen das Wunder Natur in Ihren Lebensraum und erweckt die im rohen Stein verborgene Schönheit durch Schleifen und Polieren seiner Oberfläche.

Schauen Sie hinter die Kulissen und lassen sich von der Bearbeitung des Natursteins begeistern. Erleben Sie die traditionelle Handwerkskunst, verbunden mit modernem Maschineneinsatz. In ungezwungener Atmosphäre die Vielfalt der Bearbeitungsmethoden kennenlernen oder sich selber mit Hammer & Meißel am Stein versuchen.

Das Berufsbild des Steinmetzes umfasst ein weitgespanntes Aufgabenfeld, von Naturstein in Architektur und Bau, für Einrichtungen und Innenarchitektur, für Garten und Landschaftsbau, für Restaurierung und Denkmalpflege, für Friedhof und Grabmal, sowie Kunst und Design. Lassen Sie sich von der Begeisterung eines Steinmetzes für seinen Beruf anstecken und die Verwendungsmöglichkeiten von Naturstein und seine Vielfalt vorstellen.

Teilnehmende Steinmetzbetriebe aus Österreich

Wien: Steinwerkstätte Kiermayr in 1160 Wien, Schubert Steinzentrum in 1230 Wien Niederösterreich: Breitwieser GmbH in Tulln, Denkmal Kern GmbH in Melk, Wolfgang Ecker GmbH in Traiskirchen, Ehrlich GmbH in Scheibbs, Komm. Rat J. Gersthofer Ges.m.b.H. in Grafenbach, Walter Hillebrand in Oberwölbling, Friedrich Mahringer in Waidhofen/ Thaya, Leopold Pfeiffer Steinmetz GmbH in Schrems, Anton Raffetseder in Persenbeug, Johann Schaden Ges.m.b.H. in Schwechat, Schreiber & Partner GmbH in Poysdorf, Stone4you e.U. in Hollabrunn, Steinbauzentrum und Hans Tremmel GmbH in Böheimkirchen,Wimmer Naturstein GmbH in Behamberg Oberösterreich: Steinbau Huemer in Roitham, Kienesberger Steinmetzmeister GmbH & Co KG in Schlüßlberg, Poschacher Natursteinwerke GmbH & Co KG in LangensteinStein Platzer e.U. in Altheim, Dietmar Steller Steinmetzmeister e.U. in Wels Salzburg: Helmut Moser Steinmetzmeister GmbH in Seekirchen, Steinfachschule in der HTL Hallein, Tirol: Gitterle-Steine GmbH in Landeck, Schumacher Steinmetz GmbH in Axams Steiermark: Marmorwerk R. Fast in St. Peter-Freienstein, Grabmalcenter Rötz in Trofaiach, Rudolf Hierzenberger GmbH in Leoben, Naturstein Wolfgang Kalman in Rotenturm, Steinmetz Posch GmbH in Gleisdorf, Stein Reinisch GmbH in Wolfsberg/ Schwarzautal, Alfred Schwarz in Burgauberg, Stein Schwab in Wies, Steinbau Staubmann GmbH in Spielberg, L. Wiedenhofer Steinmetz GmbH in Weiz Burgenland: Gebrüder Posch Natursteine in Marz, Stein Schwarz GmbH in Moschendorf, Tomaku Toth OHG in Gols Kärnten: Cekoni-Hutter Steinmetzmeister GmbH in Ferlach, Steinmetzmeisterbetrieb Fantoni in Bleiburg.

monumento grabmalpreis-platz-1Die Bundesinnung der österreichischen Steinmetze ehrte in Zusammenarbeit mit dem Steinzentrum Hallein die Gewinner des Denkmalpreises und des Grabmalpreises. Die Urkunden wurden auf der Salzburger Messe Monumento 2014 an 12 Steinmetzmeister überreicht.

Der Denkmalpreis der Bundesinnung zeichnet alle zwei Jahre herausragende Leistungen von Steinmetzen in der Denkmalpflege aus. Teilnahmeberechtigt sind selbständige österreichische Steinmetzmeister. Bewertungskriterien sind die handwerkliche Ausführung, die Kreativität und das Gefühl für den Umgang mit dem natürlichen Baustoff Naturstein.

Am 16. Januar 2014 erhielten auf der großen Messebühne in Salzburg sechs Teilnehmer ihre Urkunden aus der Hand von Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker. In seiner Begrüßung betonte Ecker den wichtigen Beitrag der Steinmetzen in der Denkmalpflege: "Der Steinmetz leistet durch seine Arbeit täglich einen wichtigen Beitrag bei der Erhaltung kultureller Güter."


Für Jurymitglied Mag. Johann Nimmrichter vom Bundesdenkmalamt sind Steinmetzen kompetente Ansprechpartner bei der Erhaltung von Denkmalen aus und mit Stein. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion erläuterte Nimmrichter die Bedeutung der handwerklichen Fertigkeiten, aber auch der Kenntnis der historischen Steinbearbeitungsmethoden, die durch Steinmetzen gepflegt werden.

Mit Kaminen zum Sieg

Die Einreichungen spiegeln die große Bandbreite der Arbeit der Steinmetzen in der Denkmalpflege wieder. Gewinner des Restaurierungspreises 2013 sind die Brüder Norbert und Werner Kienesberger. Die Schlüßlberger Steinmetzmeister rekonstruierten fünf Marmor Kamine in Wien. Die nach einem Großbrand zerstörten Kamine wurden nach einer umfangreichen Bauforschung und Materialsuche rekonstruiert. 14 Tonnen Giallo Siena Broccatello Originalmaterial wurden für den ersten Kamin benötigt. Weitere 20 Tonnen Rohmaterial aus dem Lahntal wurden für die vier weiteren Kamine verwendet und bilden zukünftig den Blickfang in einem Luxushotel am Hof 2, Wien. Bei der Urkundenübergabe erläuterte Ing. Norbert Kienesberger die außergewöhnliche Kombination von modernster CNC-Maschinentechnik und traditioneller handwerklicher Bearbeitung, die die wirtschaftliche und zugleich denkmalpflegerisch hochwertige Realisierung des Auftrags ermöglichte: "Auch ein traditionelles Handwerk wie das der Steinmetzen wandelt sich stetig. Neue Techniken halten in der Arbeit für die Denkmalpflege Einzug" erklärte Kienesberger.

Einen 2. Platz errang Ing. Gabriele Stuhlberger aus Wien für die Sanierung eines Fußbodens aus Gußterrazzo in einem Wohnhaus in Wien-Wieden. Einen weiteren 2. Platz erkannte die Jury Wolfgang Ecker aus Traiskirchen für die Rekonstruktion einer 2,5 Tonnen schweren Dachgaube am Stift Klosterneuburg zu. Den 3. Platz erreichte Ing. Gerhard Fraundorfer aus St. Martin im Mühlkreis mit seiner Rekonstruktion und Sanierung der Wimhölzelgruft am St. Barbara Gottesacker in Linz.

Je eine Anerkennung erhielten Laurentiu Dascalu aus Gaishorn am See für die Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen am Natursteinmauerwerk der Klause Reithtal sowie Richard Ehrlich aus Scheibbs für die Restaurierung eines barocken Hausportals in Sankt Pölten.

Devota 2013 2Die Devota 2013 war ein guter Erfolg. Aus Sicht der Steinmetze, mit Ihren tollen Angeboten rund um den Friedhof, war diese Messe bisher der größte Erfolg.

Es entwickelten sich viele gute Gespräche mit Friedhofsbetreibern, Bestattern und Totengräbern. Auch Endverbraucher waren sehr interessiert an der Möglichkeit einer Urnenbeisetzung im Erdgrab. Viele hatten von einer Urnenbeisetzung jenseits der Urnenmauer keine Ahnung. Der gewünschte Effekt, dass eine Bio Urne im Erdgrab natürlich verrotten kann ist DIE ZUKUNFT auf unseren Friedhöfen und wurde sehr positiv aufgenommen.

Viele Besucher bedauerten, dass diese Präsentation der Steinmetze nicht öfter zu sehen ist. Sie waren erstaunt darüber, dass diese tolle Ausstellung alleine für die Devota erarbeitet wurde.
Die ästetische Wirkung der Urnenwiese gegenüber der Urnenwand war bei allen Besuchern offensichtlich. Das positiver Erscheinungsbild unserer Präsentation passte auch hervorragend in die Vorträge welche im Innenraum der Steinmetzausstellung abgehalten wurden..

WKS-Präsident KommRat Julius Schmalz überreicht Dipl. Ing. Johannes Eberle den Wirtschaftskristall der Wirtschaftskammer Salzburg

WKS-Präsident KommRat Julius Schmalz überreichte dem Geschäftsführer der Marmor-Industrie Kiefer GmbH, Oberalm, für seine besonderen wirtschaftlichen Leistungen im Unternehmen sowie seine Verdienste um den Berufsstand der Steinmetzmeister den Wirtschaftskristall der Wirtschaftskammer Salzburg. Er hob dabei die fachliche und unternehmerische Kompetenz Eberles hervor, die nicht nur dem Unternehmen zu großem Erfolg verholfen haben, sondern dem Image des gesamten Berufsstandes positive Akzente verliehen haben. Die Marmor-Industrie Kiefer GmbH feierte heuer ihr 125-jähriges Firmenjubiläum und ist im Bereich der Natursteingewinnung sowie dem Steinmetzmeistergewerbe tätig.

Melanie Seidl aus Werfenweng - STEINMETZ-EUROPAMEISTERIN 2012
Sie hat sich den ersten Platz in der Europameisterschaft der Steinmetze gesichert und sich gegen 5 Nationen durchgesetzt.

Für die Steinmetzbranche in Österreich ein großartiges Sieg, der zeigt wie viel handwerkliches Geschick und Können in unserem Nachwuchs steckt. Die Vorbereitung für die Euroskills 2012 hat Melanie bei ihrem Experten Steinmetzmeister Bernhard Hasenöhrl und bei Firma Kienesberger Steinmetzmeister GmbH in Grieskirchen absolviert.

Ein absolut einzigartiges Ergebnis und wir gratulieren Ihr herzlich zu diesem großartigen Erfolg.

Foto: Melanie Seidl bei der Siegerehrung, Fotonachweis: Skills Austria

Staatsmeisterschaften der Steinmetze und Vorausscheidung für die Berufsweltmeisterschaft, Worldskills in Leipzig 2013, und die Berufseuropameisterschaft, Euroskills in Lille  2014.

In der Landesberufsschule Wals/ Salzburg, Steinmetzwerkstätte, vom 26. – 28. September 2012.

Elf, Jungsteinmetze, Lehrlinge und Schüler/innen der Steinmetzfachschule Hallen und aus den Bundesländern, Burgenland, Oberösterreich, Salzburg  und Steiermark, waren hier vertreten.

Die Organisation wurde von Stmm. Bernhard Hasenöhrl durchgeführt, der auch als Experte bei der WM und der EM mit dabei ist. Die Aufgabenstellung war, Schablonen aus Blech im Maßstab 1:1 herzustellen und anschließend eine Schrift nach Vorlage in den Stein einzugravieren. Arbeitszeit ca. 4 Stunden.

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